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Schön wars....tja, nun sind wir schon am Ausschiffungstag angekommen, so schnell geht's. Nach dem gestrigen sehr ruhigen Tag war es heute Morgen kurzfristig etwas hektisch, packen war angesagt. Gar nicht so einfach in einem Mikrozimmer, das geht nur schichtweise. Aber jetzt sind die Koffer bereit, um 14:45 h laufen wir in Bergen ein. Danach geht's ins Hotel, wir übernachten hier und fliegen dann Morgen via Amsterdam zurück in die Schweiz.  Wir freuen uns sehr auf unsere eigenen Wohnungen mit viiiiiiel Raum, auf die Dauer ist das schon sehr wenig Platz für 2 Personen. Aber wir haben uns arrangiert und es gut gemeistert.  Und es hat uns nicht daran gehindert, all das Schöne, Spannende und Unbekannte zu geniessen. Einzelne Details mögen nicht ganz so optimal gewesen sein, aber als Gesamtpaket war das eine wunderbare, einzigartige Erfahrung, die noch lange nachleuchten wird. Einen bleibenden Eindruck hat vor allem die Dunkelzeit gemacht, die ganz spezielle Bilder geschaffen hat, m...
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Überlebt...Windstärke 10 hat uns noch einige Zeit gestern Abend begleitet. Dadurch konnten wir auch den zweiten Hafen Rorvik nicht anlaufen. Der Käptn hats mehrfach versucht, aber das Anlegen eines so grossen Kahns mit diesem starken Wind war wohl zu unberechenbar. Also kehrten wir wieder um und fuhren weiter, dafür liefen wir heute Morgen um 06:30 pünktlich in Trondheim ein, alle Verspätungen aufgeholt. Wir haben überlegt, was das für Passagiere heisst, die von Bord gehen bzw. an Bord zusteigen wollten, aber dafür gibt es sicher einen Plan B. Das hatte auch Einfluss auf das Angebot an Bord, so war am Abend mein Lieblingsmocktail Strawberry Daiquiri nicht lieferbar, weil die Strawberrys in Bronneysund eben nicht an Bord gekommen sind...Luxusprobleme....  Wenn ein Hurtigrutenschiff nicht anlegen kann wegen des Wetters, kommentieren die lokalen Radiostationen das jeweils mit "die Hurtigruten ist heute pünktlich vorbeigefahren".  Heute ist unser letzter voller Tag an Bord. Da wi...
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Breaking News....Nicht ganz so dramatisch wie bei CNN, aber für uns LandeierInnen schon spannend. Wir haben Windstärke 10, das Schiff hat bereits 1 Stunde Verspätung. Wegen der schwierigen Einfahrt in den Fjord und dem starken Wind schafft es das Schiff nicht, in Bronneysund anzulegen. Also fahren wir gleich weiter nach Rorvik. Trotz der starken Winde schaukelt das Schiff nicht gross, wohl weil wir parallell zu den Wellen fahren und nicht darüber hüpfen müssen wie beim letzten Mal. Uns geht's bisher gut, vorsichtshalber habe ich mal eine Tablette mit dem guten Stoff vom Doktor gegen Seekrankheit eingeworfen. Die letzte Erfahrung muss ich nicht nochmal haben.  So sieht es draussen aus:  Und so drinnen, leichte Schräglage Aber der Wind soll bald nachlassen.  Und hier noch einige Nachträge zu vorhergehenden Posts: Dieses Foto hat den Wettbewerb für das beste Foto dieser Reise gewonnen, mit einem Sujet, das wir auch vor unserer Smartphone-Linse hatten. Da sieht man, was eine ...
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  Nachtübungen...Nach unserem wunderbaren Ausflug in die Vesteraalen Inseln machten wir es uns gemütlich auf dem Schiff, bis dann wieder Action angesagt war. Da das Wetter gut war, machte der Käpt'n einen Ausflug zur Einfahrt des Trollfjords. Die Einmündung des Trolljiords in den Raftsund ist nur 100 Meter breit, begrenzt durch steil aufragende Berge. Während des Sommers kann bei Tageslicht ein Hurtigrutenschiff hineinfahren, in der Dunkelheit ist es wie die Suche nach einem winzigen Eingang. Das Schiff tastete sich langsam an den Eingang heran, nachdem die Scheinwerfer angingen, konnte man die Einfahrt erkennen und die Lichter des kleinen Dorfs, das sich im Fjord befindet. Für mich sah das aus wie den Faden durch ein kleines Nadelöhr zu bringen. Es war auch ein bisschen unheimlich, ich bin froh, dass er nicht weitergefahren ist, die hohen Berge links und rechts bei der Einfahrt wirkten in der Dunkelheit schon sehr bedrohlich.  Die Fötelis zeigen zwei Perspektiven, Anna war au...
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  Von Elchen und Trollen...Heute war ein wunderbarer wolkenloser Tag mit viel Licht, das wir dankbar aufgesogen haben. Dafür war es minus 15 Grad, kein Problem für uns. Schon sehr früh am Morgen sind wir zu einem Ausflug gestartet zu den Vesteraalen, einer der schönsten Inselgruppe Norwegens. Das gab uns eine wunderbare Gelegenheit, den Horizont in den verschiedensten Farben des Sonnenlichts zu geniessen, ohne die Sonne selbst zu sehen.  Unser erster Halt war in der Kirche von Harstad, wo wir uns sofort wohlgefühlt haben, nicht nur weil sie geheizt war. Der schlichte und trotzdem eigenwillige Stil gefiel. Dort gab es eine kleine Andacht mit dem Vaterunser und einem bekannten Kirchenlied, das jeder in seiner Sprache mitsang, eine kleine innere Auszeit.  Nach einem weiteren Halt in einem kleinen Wikinger Museum sind wir weiter durch die wunderbare Winterlandschaft gefahren, mit Bergen und Fiorden und wunderbarem Licht. Und einem Fast-Vollmond, gut sichtbar Morgens um 11:00 ...
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  Eisköniginnen...das sind wir seit gestern, wir sind definitiv in der Arktis angekommen, auch sichtbar an den zusätzlichen Kleiderschichten, die überall angelegt werden, auch bei uns. Ein Aufenthalt draussen ist nur noch kurz möglich, wenn man seine Nasenspitze behalten will. Es ist nicht nur die Temperatur, auch der eisige Wind macht zu schaffen.  Gestern haben wir in Kirkenes angelegt, dem Wendepunkt unserer Reise. Ein kleines Städtchen, nur 10 km von der russischen Grenze entfernt, auch sichtbar daran, dass der Supermarkt neben Norwegisch auch in Russisch angeschrieben ist. Das Wetter war wiederum gut, so dass wir einen gelben Streifen Sonnenlicht am Horizont erkennen konnten.  Das ist das einzige Tageslicht, das wir jeweils geniessen können, und das auch nur für 1 bis 2 Stunden. Ansonsten herrscht mittlere bis starke Dunkelheit. So haben wir die Gelegenheit genutzt für einen Spaziergang draussen, um unsere Vorräte an Taschentüchern aufzufüllen. Wir waren aber sehr fr...
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Am Ende der Welt... so zumindest kam es uns gestern vor, als wir am Nordkap standen. Das Nordkap ist seit 1999 der nördlichste vom Festland aus auf dem Strassenweg erreichbare Punkt Europas. Das Kap liegt auf der Insel Mageroya mit der Hauptstadt Honningsvag, mit rund 2500 Einwohnern. Dort ging unser Dampfer kurz vor Mittag vor Anker.  Seit zwei Tagen haben wir keine Sonne mehr gesehen, sichtbar ist jeweils nur ein heller Schein am Horizont. In Honningsvag ist das zwischen 22. November und 22. Januar immer so. Gemäss Reiseleiter hat das schon Auswirkungen auf die Menschen, je länger die Dunkelperiode dauert, desto grösser wird der Zulauf bei den Psychologen und der Zugriff zum Alkohol. Man kuschelt sich richtig ein zu Hause. Im Sommer geht dann dafür die Post ab, wenn die Sonne zwischen Mai und Juli gar nie mehr untergeht. Dann ist man praktisch ständig aktiv und geht Morgens um 02:00 h zum Nachbarn zum Kaffeetrinken. Man muss wohl hier geboren worden sein, um damit klarzukommen. A...