Eisköniginnen...das sind wir seit gestern, wir sind definitiv in der Arktis angekommen, auch sichtbar an den zusätzlichen Kleiderschichten, die überall angelegt werden, auch bei uns. Ein Aufenthalt draussen ist nur noch kurz möglich, wenn man seine Nasenspitze behalten will. Es ist nicht nur die Temperatur, auch der eisige Wind macht zu schaffen. 

Gestern haben wir in Kirkenes angelegt, dem Wendepunkt unserer Reise. Ein kleines Städtchen, nur 10 km von der russischen Grenze entfernt, auch sichtbar daran, dass der Supermarkt neben Norwegisch auch in Russisch angeschrieben ist. Das Wetter war wiederum gut, so dass wir einen gelben Streifen Sonnenlicht am Horizont erkennen konnten. 


Das ist das einzige Tageslicht, das wir jeweils geniessen können, und das auch nur für 1 bis 2 Stunden. Ansonsten herrscht mittlere bis starke Dunkelheit. So haben wir die Gelegenheit genutzt für einen Spaziergang draussen, um unsere Vorräte an Taschentüchern aufzufüllen. Wir waren aber sehr froh, als wir wieder ins heimelige Schiff eintreten konnten. 


Danach haben wir den Heimweg angetreten, was auch bedeutete, dass wir wieder durch die wilde Arktische See fahren mussten. Und sie hatte kein Mitleid mit uns. Am Abendessen blieben viele Plätze leer, überall lagen Spuckbeutel bereit. Mir ging es wieder prächtig, der gute Stoff vom Doktor hat sehr geholfen, ich hatte keinerlei Probleme und konnte auch alles essen und auch einige Impressionen einfangen von der Natur, die uns auch am 7. Tag unserer Reise immer wieder überwältigt. 




 



Im Laufe der Nacht beruhigte sich das Meer wieder, und wir nutzten die Gelegenheit für einen kleinen Aussenrundgang um 05:30, der Himmel war recht klar, und es war auch nicht ganz so kalt. Wir legten in Honningsvag an, das ja am Golfstrom liegt, der wärmere Temperaturen verursacht. Dort verfolgten wir das Anlegen und Ausladen. Eine spannende Sache, da steigen nicht nur Menschen ein und aus,


da wird auch Material umgeladen, und Autos kommen aus dem riesigen Bauch heraus. 


 Was würden die Menschen wohl ohne die Hurtigruten machen...

Heute nehmen wir es sehr gemütlich, es ist einfach zu kalt draussen für uns Gfrörlis. Unsere Widerstandskraft reicht gerade aus, um ein Föteli schiessen, dann gehts wieder zurück ins warme Bistro.

Wir laufen verschiedene Stationen an, mit aber sehr kurzen Aufenthalten. U.a. sind wir in Hammerfest, die nördlichste Stadt der Welt. Dort steht auch Europas grösste Erdgasverflüssigsanlage. 



Hier der Auslauf aus Hammerfest um 13:30, mit einem wunderbaren Licht und Fast-Vollmond (Smartphone-Pilotin: Anna)


U
nd noch unsere aktuelle Position: 







Kommentare

  1. Hi Doris, enjoying to read your daily blog from your travels and see the beautiful impressions. Very happy you embarked on this memorable trip and enjoy every moment. Safe travels for remainder of the trip.

    AntwortenLöschen
  2. Salut Doris, salut Anna, quel plaisir j'ai a lire ton Blog Doris! Votre voyage dans le grand nord est splendide et passionant. Je vous souhaite encore quelques jours inoubliables. Big hug. Cathi

    AntwortenLöschen
  3. Danke Doris für den immer interessante Blogg. So kann ich auch ein bisschen mit Euch fahren ! ❤️❤️❤️❤️❤️❤️❤️❤️❤️❤️❤️

    AntwortenLöschen
  4. Liebe Doris
    Ich bin, wie immer, ganz begeistert von Deinen wunderbaren Bildern und den Kommentaren dazu. In Gedanken Reise ich mit Vergnügen mit. Ich wünsche weiterhin viel Spass und schicke sonnige Grüsse
    Verena

    AntwortenLöschen

Kommentar veröffentlichen